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Konik frisst Zweige

FRESSVERHALTEN

Im Einklang mit den Jahreszeiten

Das Fressverhalten von Wildpferden richtet sich nicht nach unserem Kalender, sondern nach dem, was die Pflanzenwelt ihnen vorgibt. Ihre Jahreszeiten können wir an sogenannten Zweigerpflanzen erkennen. Diese teilen das Jahr in zehn unterschiedliche Abschnitte ein, wobei die Übergänge fließend sind.

 

Wir Menschen sprechen dagegen von vier Jahreszeiten, die wir nach Kalenderdaten definieren. Für Pferde ist das eigentlich zu grob. Trotzdem möchte ich zunächst mit dieser groben Einteilung beginnen. In der Masterclass gehe ich selbstverständlich viel genauer auf die Abstufungen ein und erläutere das Nahrungsangebot auch anhand der unterschiedlichen Bodenqualitäten und den individuellen Bedürfnissen der Pferd im jeweiligen Lebensalter. Beginnen wir im Frühjahr.

Das Frühjahr

Wenn der Winter nachlässt und das erste zarte Grün durch das alte, gelbe Gras bricht, beginnt für Pferde eine der spannendsten Fressphasen des Jahres. Im Frühjahr verändert sich ihr Fressverhalten deutlich: Nach Monaten mit „trockener Kost“ aus lebendigem Heu, Altgras, Zweigen und Rinde steht langsam wieder mehr Energie zur Verfügung. Noch bevor die ersten Gräser wachsen, suchen Wildpferde junge Triebe und Knospen von Sträuchern und Bäumen. Die erste Energie des Jahres ist dadurch verpackt in eine sehr grobe faserreiche Pflanzenstruktur und weit entfernt von feinem und frischen Gras.

Koniks im bauchhohen Gras

Frühjahr in der Natur: altes hohes Gras und erste Blütenstände.

Wildpferde kennen kein Anweiden

Beim Thema Weidegang von Hauspferden dreht sich im Frühjahr alles ums „Anweiden“. Die einen schwören auf streng getaktete Minutenpläne: erst 10 Minuten, dann 20, später eine Stunde. Andere arbeiten mit Maulkörben, begrenzen die Fläche und stecken den Zaun jeden Tag ein paar Meter weiter oder lassen ihre Pferde nur jeden zweiten Tag auf die Wiese. Gemeinsam ist allen Varianten: Es wird versucht, eine abrupte Futterumstellung in den Griff zu bekommen.

Wildpferde kennen dieses Problem nicht – und damit auch kein Anweiden. Ihr Futter verändert sich nicht schlagartig, sondern fließend. Nach dem Winter fressen sie zunächst weiterhin viel „trockene Kost“: Altgras, lebendiges Heu, Zweige und Rinde. Nachdem sich im Winter die Energie der Pflanzen bis in die Wurzeln zurückgezogen hat, schiebt das Leben nun wieder langsam nach oben. Außerdem sind in den Pflanzenknospen wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. So wertvoll, dass sie sogar in der Medizin genutzt werden. Dieser Zweig der Pflanzenheilkunde wird Gemmotherapie genannt.

Koniks fressen Zweige

Knospen, Blüten und Zweige sind die erste Kost des Jahres.

Weide im Frühjahr

Der Pflanzensaft kehrt in die oberen Bereiche der Sträucher zurück.

Junge Triebe und Knospen

Im frühen Jahr sind Knospen und junge Triebe für Pferde weit mehr als „Grünzeug“. In ihnen steckt die ganze Startenergie der Pflanze: konzentriertes Rohprotein, Mineralstoffe und eine Fülle an sekundären Pflanzenstoffen. Weidenknospen und -rinde enthalten Salicin und andere Salicylate, die im Pferdekörper in salicylsäureähnliche Verbindungen umgewandelt werden und entzündungshemmend, schmerzlindernd und leicht fiebersenkend wirken. Eiche liefert hohe Gehalte an Gerbstoffen, die adstringierend (zusammenziehend) auf Schleimhäute wirken und in kleinen Mengen den Darm stabilisieren können. Birke bringt Flavonoide, Saponine und ätherische Öle mit, die harntreibend, stoffwechselanregend und leicht entzündungshemmend wirken.

 

Diese sekundären Pflanzenstoffe sind für die Pflanze Abwehr- und Schutzsystem – für das Pferd sind sie eine Art natürliche „Apotheke“, die Immunsystem, Stoffwechsel und Darmmikrobiom mit feinsten Signalen versorgt. Gleichzeitig liefern Knospen und junge Zweige Struktur und Rohfaser und zwingen zu langsamem, gründlichem Kauen.

Konik frisst Zweige

Die Stuten drängen in Gebiete mit frischem Grün.

Konik Fohlen frisst Zweige

Die Fohlen machen es ihren Müttern nach.

Der Sommer

Im Sommer zeigt sich sehr deutlich, wie fein das Fressverhalten von Pferden eigentlich abgestimmt ist. Wildpferde nutzen die langen Tage nicht, um „durchzufressen“, sondern um Fressen, Ruhen, Wandern und soziale Kontakte in einen ausgewogenen Rhythmus zu bringen. In den frühen Morgenstunden und am späten Abend grasen sie, wenn es kühler ist und das Gras nach der Nacht wieder mehr Feuchtigkeit aufgenommen hat, intensiver. In der Mittagshitze ziehen sie sich häufig in windige, schattige Bereiche zurück, um zu ruhen oder zu dösen. Fresspausen gehören ganz selbstverständlich zum Tagesablauf dazu.

Wildpferde auf trockener Graslandschaft

Statt saftige Kuhweiden: trockene Sommergräser und Kräuter.

Keine fetten Sommerweiden

Auch das „Was“ unterscheidet sich von vielen Hauspferdeweiden. Wildpferde fressen im Sommer nicht fettes, eiweiß- und zuckerreiches Süssgras, sondern wandern zwischen unterschiedlichen Pflanzenbeständen: vertrocknetes Altgras, magerere Stellen, Kräuter, Disteln und Sträucher. So stellen sie sicher, dass sie neben Energie auch genügend Struktur, Bitterstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe aufnehmen.

Unsere Hauspferde stehen dagegen oft stunden- oder sogar tagelang auf üppigen Weiden mit viel Industriegräsern wie zum Beispiel Deutschem Weidelgras (Lolium perenne), Wiesenlieschgras (Phleum pratense), Wiesenfuchsschwanz (Alopecurus pratensis) sowie Weissklee.

verwilderte Hauspferde

Die Pferde verteilen sich zum Fressen.

Fohlen grast

Je nach Boden ändert sich der Bewuchs.

Fohlen frisst Distel

Pflanzen mit tieferen Wurzeln bleiben länger grün.

Fressverhalten und Insekten

Im Sommer richten Pferde ihr Fressverhalten auch nach der Insektenbelastung aus. An heißen und schwülen Tagen suchen Wildpferde gezielt Plätze, an denen Mücken und Bremsen es schwerer haben – und passen ihr „Wo“ und „Wann“ des Fressens entsprechend an.

Bevorzugte Orte sind erhöhte, kurzgefressene Flächen mit konstantem Windzug. Dort finden Insekten wenig Deckung in der Vegetation, und der Luftstrom erschwert das Anfliegen und Landen. Für viele Weidemanagement-Konzepte sind solche „abgefressenen“ Koppeln unerwünscht, für die Pferde sind sie im Sommer jedoch ideale Fress- und Ruheplätze mit eingebautem Insektenschutz.

Die zweite wichtige Zone sind Laubwälder und Waldränder. Im Schatten kühlt die Luft ab und die Windverhältnisse sind anders, wodurch die Insektenbelastung geringer ist. Wildpferde wechseln im Tagesverlauf zwischen windigen Höhen und schützenden Wäldern.

Für unsere Hauspferde bedeutet das: Eine pferdegerechte Sommerweide braucht beides – windoffene, gern auch kurzgefressene Zonen und zugängliche Waldbereiche oder Unterstände. So können Pferde selbst entscheiden, wo sie fressen und wo sie den Insekten entkommen.

Marc Lubetzki filmt Fressverhalten in Dämmerung

Kurz vor Einbruch der Nacht. Auf der Anhöhe sind weniger Moskitos.

Was wächst auf deiner Weide?

Auf einer Pferdeweide macht es einen großen Unterschied, welche Süßgräser dort wachsen – und am leichtesten erkennst du sie an ihrer Blüte. Statt nur auf Stängel, Knoten oder Blattansatz zu achten, lohnt es sich, zuerst den Blütenstand anzuschauen: Ist er eher wie ein struppiger „Schwanz“, eine schmale Ähre oder eine lockere, verzweigte Rispe? Schon diese Formen helfen dir, viele Gräser auseinanderzuhalten.

 

Deutsches Weidelgras erkennst du zum Beispiel gut an seinen flachen, seitlich angeordneten Ährchen, die die Blüte immer etwas „platt“ wirken lassen – dazu kommen sattgrüne, eher breitere Blätter mit deutlichen Längsrillen und oft glänzender Unterseite. Rotschwingel dagegen bildet feine, borstige Horste und zeigt sich in der Blüte mit zarten, lockeren Rispen; seine Blätter sind schmal, drahtig und geben der Weide ein eher „feinhaariges“ Bild. Knaulgras fällt durch seine dicken, knäuelartigen Blütenrispen auf, die ein bisschen wie kleine Pompons aussehen, und durch breite, derbe Blätter; der Halm wirkt im Querschnitt leicht abgeplattet und zeigt oft einen kleinen Knick an der Blattscheide.


Wenn du beim Gang über die Weide bewusst die blühenden Gräser anschaust und vielleicht einzelne Stängel zwischen den Fingern drehst, wirst du schnell Unterschiede bei Blütenform, Blattachse und Blattstruktur entdecken. Nach und nach erkennst du, ob dort vor allem kuhlastige Hochleistungsgräser oder eine vielfältigere Mischung steht – und aus der „grünen Fläche“ wird ein lesbares Bild. So kannst du gezielter entscheiden, ob diese Weide wirklich gut für dein Pferd ist oder ob du sie durch Nachsaat und Pflege pferdefreundlicher gestalten solltest.

Im Juni- oder Juli-Newsletter machen wir immer ein einfaches Bestimmungs-Portrait für ein Süßgras. Also trag dich ein und erkunde mit der Community die Weide.

DER BODEN ALS BASIS

Bodenart und -qualität bestimmen Tragfähigkeit, Wasserhaushalt und Nährstoffangebot einer Pferdeweide. Fachlich unterscheiden wir vor allem nach Korngrößenanteilen von Sand, Schluff und Ton.

Sandböden haben grobe Partikel, sind locker, gut durchlüftet und sehr wasserdurchlässig. Sie erwärmen sich schnell, trocknen aber rasch aus und besitzen nur eine geringe Nährstoff- und Wasserhaltekapazität. Für Pferde sind sie tragfähig, verlangen jedoch ein angepasstes Weidemanagement, um Austrocknung und Lückigkeit zu vermeiden.

Schluffböden bestehen aus mittelfeinen Partikeln, sind grundsätzlich fruchtbar, neigen aber bei Belastung zur Verschlämmung und Verdichtung. Tonböden mit hohem Anteil feinster Partikel binden viel Wasser und Nährstoffe sind jedoch schwer, im Frühjahr lange kalt und bei Nässe stark matsch- und staunässegefährdet.

Lehmböden sind Mischböden aus Sand, Schluff und Ton. Gut strukturierte Lehmböden bieten für Pferdeweiden meist die beste Kombination aus Tragfähigkeit, Wasserhaltevermögen und Nährstoffangebot, reagieren jedoch empfindlich auf Verdichtung durch ganzjährige Beweidung oder fehlende Entwässerung.

Eine einfache Handprobe durch einen Knet- und Rolltest liefert praxisnahe Hinweise auf die vorherrschende Bodenart und damit auf Risiken wie Staunässe, Austrocknung oder Verdichtung – zentrale Faktoren bei Planung und Pflege pferdegerechter Weiden.

Der Herbst

Im Herbst verändert sich das Fressverhalten von Pferden deutlich, weil sich Struktur und Angebot der Pflanzen wandeln. Wildpferde reagieren darauf, indem sie ihre Fresszeiten verlängern und ihre Weidegebiete ausdehnen.

Das Gras bildet mehr Stängel und Samen und verholzt zunehmend. Pferde verbringen mehr Zeit damit, rauere, strukturreichere Pflanzen zu fressen und nehmen vermehrt Altgrasbestände auf.

 

Gleichzeitig weiten sie ihr Suchgebiet aus: Sie nutzen Hecken, Waldränder und Gebüsche, um zusätzlich Blätter, Rinde und Früchte zu fressen. Dadurch wird ihre Nahrung vielfältiger und die Fresszeit über den Tag verteilt nicht kurzer, sondern abwechslungsreicher.

Typisch für den Herbst ist außerdem ein enger Zusammenhang zwischen Wetter und Fressverhalten.

 

Bei nass-kaltem, windigem Wetter ziehen sich Pferde häufiger in geschütztere Bereiche zurück und legen Fresspausen ein. An trockenen, milden Tagen sieht man lange, ruhige Fressphasen auf offenen Flächen. Im Herdenverband orientieren sich junge Gruppen an erfahrenen Herden.

Für unsere Pferdefütterung heißt das: Im Herbst braucht es ausreichend strukturreiches Raufutter, mehrere Fressplätze und gut begehbare Wege zwischen Weide, Unterstand und Wasserstelle, damit Pferde ihr natürliches Such- und Fressverhalten möglichst frei ausleben können.

Exmoorponys im Herbst

Der Herbst bietet ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Auch Früchte und Obst.

Die Sache mit dem Obst

Im Herbst stehen auch Früchte auf dem Speiseplan der Wildpferde. Dazu gehören Äpfel, Hagebutten und Brombeeren. Die Hundsrose wächst auf Kopfhöhe, die Frucht ist weich, leicht abzubeißen und liefert in kurzer Zeit viele wertvolle Vitamine – ein typisches „Bedarfsfutter“ im Herbst. Wildpferde zupfen die Hagebutten direkt vom Strauch, während sie Äpfel erst fressen, wenn sie reif sind und auf den Boden fallen.

 

Äpfel, Hagebutten und Brombeeren verfolgen unterschiedliche Strategien, um ihre Samen zu verbreiten. Beim Apfel gehört das Herunterfallen im Herbst zum Plan der Pflanze: Der Fruchtstiel ist so aufgebaut, dass er sich mit zunehmender Reife löst. Das Gewicht der Frucht, Wind oder ein leichtes Anstoßen reichen, damit der Apfel vom Baum fällt und die Samen mit etwas Abstand zum Mutterbaum keimen können. Hagebutten und Brombeeren funktionieren anders. Hagebutten sitzen mit recht zähen Fruchtstielen an dornigen Zweigen, die Frucht ist darauf ausgelegt, möglichst lange am Strauch zu bleiben. So können Vögel oder größere Pflanzenfresser sie gezielt abpflücken und die Samen später mit dem Kot in andere Bereiche tragen. Brombeeren hängen an langen, biegsamen Ruten, die sich unter dem Gewicht der Beeren eher nach unten biegen, anstatt dass die Früchte massenhaft abfallen. Tiere kommen dadurch bequem an die reifen Beeren heran und zupfen sie direkt von der Ranke. Zusammengefasst ist der Apfel eine Frucht, die bewusst „loslässt“, während Hagebutte und Brombeere möglichst lange festhalten, bis ein Tier sie aktiv erntet und so die Samen verbreitet.

 

Wurzeln und Knollen spielen im natürlichen Futterplan wilder Pferde praktisch keine Rolle. In Beobachtungen ließen Wildpferde angebotene Karotten liegen oder traten darüber hinweg, während sie das Kraut der Wilden Möhre gern fressen. Die Wurzel der Wilden Möhre belassen die Pferde aber im Boden. Auch Hauspferden fressen gern Blätter von Möhre, Rote Bete oder Radieschen. Wurzeln wie Karotten im Futtertrog sind also eine menschengemachte Gewohnheit und kein ursprüngliches Nahrungsmittel.

 

Grundsätzlich fressen Pferde fast ausschließlich Pflanzenteile, die über der Erde wachsen: Gras, Kräuter, Blätter, Zweige, Rinde, Früchte und Knospen. Das passt zu ihrer Anatomie und zu ihrem angeborenen Fressverhalten.

Wildpferd im Farn

Bis zum Bauch im "Gras".

Wildpferd auf Nahrungssuche

Selektive Nahrungssuche.

Wildpferd frisst Kräuter

Gefunden und gezielt gefressen.

Die üppige Zeit

Wenn du Wildpferde vom Herbst in den Winter begleitest, siehst du, dass sich ihr Körper verändert. Wildpferde bauen sich gezielt ein kleines Fettpolster auf, um sich auf den Winter vorzubereiten.

 

Im Winter steigt der Energiebedarf deutlich: dichteres Fell, mehr Wärmeproduktion und oft weitere Wege zu Futter- und Wasserplätzen. Gleichzeitig ist die Nahrung begrenzt und die Pferde zehren dann von ihren im Sommer und Herbst aufgebauten Reserven. Leichtes Zunehmen im Herbst und sichtbares Abnehmen bis zum Spätwinter sind in natürlichen Herden normal und gehören zu einem gesunden Jahresrhythmus.

Solange wir unsere Hauspferde füttern müssen, ist die Haltung noch nicht artgerecht. Tut weh - ist aber die Wahrheit.

Der Winter

Wenn der Winter kommt, stellen Pferde ihr Fressverhalten um. Jetzt steht viel „trockene Kost“ im Mittelpunkt: langes, grobes am Halm vertrocknetes Gras bildet die Basis.  Je kälter und windiger es wird, desto wichtiger wird echtes Raufutter im ursprünglichen Sinn: Zweige, Rinde, Knospen und immergrüne Blätter von Sträuchern, die von Mikroorganismen im Dickdarm langsamer in Energie und Verdauungswärme umgewandelt werden. 

 

Wildpferde knabbern im Winter sehr gezielt an Hasel, Weide, Eiche und Brombeere. Sie holen sich damit nicht nur Struktur, sondern auch Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe ins Futter, die sie im Sommer überwiegend aus Kräutern decken.

Wildpferde im Winter

Winter: Die Landschaft und das Nahrungsangebot verändern sich.

Wo Wildpferde Nahrung finden

In vielen Gebieten suchen Pferde jetzt außerdem bewusst „heizende“ Nahrung wie Ginster oder Beifuss, die energetisch wärme in den Körper bringen. Unter Sträuchern und an geschützten Stellen finden sie oft kleine Inseln frischen Grüns, zum Beispiel Grasbüschel oder wintergrüne Kräuter, die wie kleine Depots auf der weißen Winterweide wirken. Gleichzeitig verlängern Pferde im Winter ihre Ruhephasen und fressen dafür konzentrierter in kürzeren, aber intensiven Fresszeiten. Ihr Tagesrhythmus passt sich dem knappen und strukturreichen Futter an.

Wildpferd sucht Nahrung

Unter Sträuchern finden Pferde Nahrung.

Wildpferd mit lebendigem Heu

Lebendiges Heu für Wildpferde.

Wildpferd frisst Ginster

Auch die sträucher werden gefressen.

Winterfütterung von Hauspferden

Für unsere Hauspferde heißt das: Eine naturnahe Winterfütterung sollte idealerweise auch aus erreichbaren Hecken, Bäumen und Sträuchern, an denen sie Zweige, Rinde und Laub aufnehmen können, bestehen. 

So unterstützen wir Verdauung, Stoffwechsel und Thermoregulation unserer Pferde und geben ihnen ein Stück jener Vielfalt zurück, die Wildpferde selbst im kalten Winter auf ihrer „Speisekarte“ stehen haben.

Marc Lubetzki im Winter bei Wildpferden
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